Die Geschichte unseres Ortes


Seit der ersten Erwähnung des Hafens ‚Ackumhe‘ in einer Bremer Urkunde vom 8. Juli 1298 sind mehr als 700 Jahre vergangen. In dieser Zeit prägten schwere Naturkatastrophen das Schicksal unseres Dorfes.


So erschuf die Marcellusflut am 16. Januar 1362 die Dornumer Bucht und spaltete das Land bis weit in den Süden von Dornum auf. Am Heiligen Abend 1717 traf uns die Weihnachtsflut besonders hart: Dornumersiel und Westeraccumersiel wurden nahezu vollständig zerstört – lediglich sieben kaum bewohnbare Häuser blieben zurück.


Obwohl weitere verheerende Fluten folgten, verloren diese durch den stetig verbesserten Deichbau allmählich ihren Schrecken. Wirtschaftlich war das Dorf im Wandel: Während die bereits Ende des 17. Jahrhunderts belegte Fischerei zunächst unbedeutend blieb, erlebte die Seefahrt im 18. Jahrhundert ihre Blütezeit und brachte Wohlstand in den Ort. Erst das Aufkommen der Dampfschifffahrt beendete diese Ära.


Die Siele in Dornumersiel und Westeraccumersiel trotzten der Zeit, bis nach der schweren Orkanflut im Februar 1962 die Deichlinie nach außen verlegt wurde. Umfangreiche Baumaßnahmen ließen daraufhin den Alten Hafen sowie den Mahlbusen in ihrer heutigen Form entstehen. In den Folgejahren rückte der Tourismus zunehmend in den Fokus – eine Entwicklung, die mit zahlreichen Bauprojekten einherging und bis heute andauert.


Da dieser Abriss nur einen Bruchteil unserer Geschichte widerspiegeln kann, folgt hier eine tabellarische Auflistung der wichtigsten Daten von 1298 bis 2009, zusammengetragen von Karl Jansen aus Westeraccumersiel. Für eine vertiefende Recherche sind zudem die entsprechenden Quellen angeführt.


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alte Fotografie us dem Archiv der K.-H.-Wiechers-Stiftung: Alter Hafen in Westeraccumersiel